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Textrechte

Was haben Internet-Texte mit Federn zu tun?

Ihr Unternehmen hat es nicht nötig, sich mit fremden Federn zu schmücken. Das gilt auch für die Texte auf Ihrer Website. Nicht nur, weil Ihre eigenen Worte besser zu Ihrer Firma oder Ihrem Projekt passen als irgendetwas, das per Copy & Paste auf Ihrem Internetauftritt landet. Dass aus einem Guss geschriebene Überschriften, Beschreibungen und Inhalte authentischer und glaubwürdiger wirken als Zusammenkopiertes, ist ohnehin klar. Für das Selberschreiben – oder das beauftragte Schreibenlassen – gibt es einen weiteren gewichtigen Grund: Sonst werden Nutzungsrechte und Urheberrechte verletzt.

Fremde Texte haben Rechte – auch im Internet

Selbst wenn Sie den Urheber bzw. Autor namentlich nennen auf Ihrer Website und der Text an irgendeiner Stelle im Internet offen zugänglich war, haben Sie noch lange nicht das Nutzungsrecht daran. Auch im Internet gilt, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Juristische Zwistigkeiten können lästig und Lizenznachforderungen empfindlich hoch ausfallen …

Zitieren kann ein Ausweg sein – wenn es inhaltlich Sinn macht

Sie können aus einem interessanten Text – beispielsweise aus einem Artikel – eine kurze Passage wörtlich zitieren, den Urheber bzw. die Quelle deutlich nennen und ggf. entsprechend dorthin verlinken. Das geht ohne Weiteres. Dass der Link weiterhin funktioniert, sollten Sie regelmäßig prüfen.

So können Sie sich ganz offiziell mit fremden Federn schmücken

Am einfachsten ist es, den Urheber zu fragen, ob Sie seinen Text verwenden dürfen. Manchmal macht es keinen Sinn, lediglich ein Zitat zu verwenden: Wenn der Beitrag nur als Ganzes interessant ist, z.B. bei einer Checkliste. Sie vereinbaren dann mit dem Rechteinhaber ein Nutzungsentgelt, vielleicht bekommen Sie das Ganze auch kostenfrei. Womöglich kann der Autor seine Inhalte auch in einem Gastbeitrag auf Ihrer Website bringen, für Ihre Content-Strategie könnte das ebenfalls interessant sein. Wichtig ist in allen Fällen, dass Sie die Vereinbarung schriftlich haben. Sicher ist sicher.

Auch wenn „alle“ es doch „immer“ so machen, mit Copy & Paste zu arbeiten: Sie können es nun richtig, weil Sie die Fallstricke kennen.

Ach ja: Bevor Sie Ihre Website auf fremde Federn durchleuchten, bedenken Sie bitte, dass dieser Beitrag keine Rechtsberatung ist und diese auch nicht ersetzen kann. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, lassen Sie Ihre jeweiligen Inhalte von einem Anwalt prüfen.

Sabine Rupp · FRAU RUPP Unternehmensbegleitung · Köln